Der Schnellkochtopf Test – für eine praktische und schnelle Küchenhilfe

Schnellkochtöpfe verkürzen die Garzeit. Bei sachgemäßer Anwendung spart der Benutzer somit zwei der heutzutage wertvollsten Ressourcen: Zeit und Energie.
Damit ist der Schnellkochtopf mehr als nur ein simples Kochgerät. Schon die Optik und die teilweise moderne Ausstattung erinnern eher an ein Stück Hightech. Ein Schnellkochtopf Test kann Auskunft darüber geben, wie nützlich und akzeptabel die Töpfe tatsächlich sind.
Vor nicht allzu langer Zeit erfuhr der Schnellkochtopf noch eine immense Ablehnung. Zu ungewöhnlich hieß es, teilweise sogar, zu gefährlich. Immerhin stehen die glänzenden Teile unter immensem Druck. Die Zeiten, als sie fauchend und bedrohlich auf Herdplatten dampften, sind aber vorbei.

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Allgemeines und Historisches

Schnellkochtopf Test

Schnellkochtopf Test

Wer erinnert sich daran, dass die Geburtsstunde dieses innovativen Küchengerätes im Prinzip schon im Jahr 1679 geschlagen hatte? Ja, wer weiß das heute überhaupt? Damals erfand Papin den nach ihm benannten Topf. Das Gerät, mit dessen Hilfe durch unterschiedliche Drücke der Siedepunkt des Wassers beeinflusst werden konnte, fand zunächst Einsatz in Laboratorien und diente der Wissenschaft. Erst 1927 fand ein abgewandeltes Exemplar den Weg auf den Herd. Einen Schnellkochtopf Test nach modernen Maßstäben würde das Gerät von einst sicher nicht mehr bestehen.
Bei aller Weiterentwicklung ist das Prinzip immer das gleiche geblieben. Durch den Druck wird die Siedetemperatur des Wassers, die auf Meereshöhe bei 100 °C liegt, heraufgesetzt und dadurch Lebensmittel schneller gegart. Zwischen den 20er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die moderne Form. Heute wird der Papin’sche Topf Dampftopf, Dampfgarer, Drucktopf oder eben Schnellkochtopf genannt. In Österreich heißt er Kelomat, in der Schweiz Duromatic.

Bau und Funktion

Die spezifische Bauform des Topfes weist den nach außen gewölbten Rand der überdurchschnittlich dicken Wandung auf. Durch ihn kann der Deckel mit Dichtung druckstabil aufgesetzt und mithilfe von Bajonettverschlüssen fixiert werden. Ein Steuerungsventil sorgt für den Druckaufbau, das Sicherheitsventil verhindert, dass der Topf Gefahr läuft, zu explodieren. Während früher die Ventile eingeschraubt wurden, sind sie heute in der Regel integriert. Moderne Schnellkochtöpfe weisen zusätzliche Bedienelemente auf. Schalter für verschiedene Garstufen sind denkbar, ebenso verbaute Timer oder digitale Druckanzeigen.
Beim Aufheizen wird in dem druckdicht verschlossenen Topf Druck aufgebaut. Der dadurch nach oben verschobene Siedepunkt des Wassers als Medium zwischen der Wärmequelle und dem Gargut sorgt für schnelleres Garen und damit kürzere Kochzeit.

Kriterien in einem Schnellkochtopf Test sind Handhabung, Wärmeleitung des Bodens, Ausstattung, Sicherheit sowie Dauer bis zum Erreichen des Gardrucks und Dauer bis zum Abkühlen, um die fertigen Speisen entnehmen zu können.

Die Vorteile des Kochens mit einem Schnellkochtopf
  • Zeitersparnis
  • Energieersparnis
  • bei regelmäßiger Nutzung gute Amortisierung der Anschaffung
  • durch Schnellentlüftung möglicher rascher Zugriff auf das Gargut
  • durch gelochte oder geschlossene Einsätze kochen von Nahrungsmitteln ohne Kontakt mit Wasser möglich
Die Nachteile des Schnellkochtopfs
  • mögliche Denaturierung der Speisen
  • unter Umständen längere Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit (Druck muss sich auf- und wieder abbauen)
  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
  • Schnellentlüftung nur bedingt möglich (flüssige Speisen eignen sich nicht dazu, Kartoffeln ebenso wenig)

Hersteller und Leistungen

Bekannte und erfolgreiche Hersteller von Schnellkochtöpfen sind Fissler, Tefal, WMF, Riess KELOmat und BEEM. Ihnen allen kann in einem Schnellkochtopf Test bescheinigt werden, dass sie ihre Hauptaufgabe den Erwartungen gemäß erfüllen: Mit ihnen können Koch und Köchin hervorragend Speisen zubereiten. Ganz wichtig: Heutzutage sind die Schnellkochtöpfe sicher. Vor den wie Dampfrösser schnaufenden Kesseln der Vergangenheit braucht sich niemand mehr zu fürchten.
Werden die Schnellgarer verglichen, kommt es im Schnellkochtopf Test auf wichtige Parameter an.

Einzelne Geräte

Der WMF Perfect Plus ist inzwischen für 120 € – 180 € zu haben. Entscheidend ist die Größe, denn an Ausstattung bietet er nicht allzu viel. Gekocht wird auf zwei Garstufen, die lediglich durch farbige Ringe auf dem Sicherheitsventil dargestellt sind. Die erste ist für empfindlichen Fisch, die zweite für Fleisch und Ähnliches. Bis die Gartemperatur im Inneren erreicht ist, muss das Gerät also ständig unter Beobachtung bleiben.
Seine Dienste bietet dieser Schnellkochtopf auf allen Herdarten inklusive Induktionstechnik an. Er ist zudem sehr reinigungsfreundlich, da alle wichtigen Teile abnehmbar sind. Alles wird zwar als spülmaschinentauglich ausgewiesen, Gummidichtung und Ventil sollte jedoch mit der Hand gereinigt werden.
Der Perfect Plus verfügt noch über die (bald überholte?) Zweihandtechnik zum Öffnen und schließen, ist damit ein wenig unkomfortabler als andere Geräte. Die Abkühlzeit ist mit min. 15min als zu hoch einzuschätzen.

Der „NutriCook von Tefal schlägt mit knapp 200 € bei der Anschaffung ordentlich zu Buche. Dafür bekommt der Koch ein mehrstufiges Garsystem und einen integrierten Timer. Die unterschiedlichen Garstufen sollen Druck und Temperatur exakt auf der voreingestellten Größe halten, um damit Kochergebnisse „auf den Punkt genau“ zu erzielen. Ein ebenso großer Vorteil ist der einhändig zu bedienende Schließmechanismus. Nach dem Garen benötigt das Gerät ca. 8min zum abkühlen und Entriegeln.
Die lange Aufheizzeit von knapp einer Viertelstunde fällt dagegen negativ auf.

Der BEEM Omni Perfect ist einer der meistgekauften in seinem Segment. Im Set bekommt man ihn zwischen ca. 110 − 230 €, hat dafür dann eine „Rundum-Lösung“ in der Küche. „Omni“ eben.
Dieser Schnellkochtopf besticht durche einfache Handhabung (Einhandverschluss) und Sicherheit. Das Sicherheitsventil verhindert nicht nur Überdruck, sondern auch das versehentliche Öffnen des Topfes während der Druckphase. Der Omni fühlt sich auf allen Herdarten heimisch. Überall kann er die Möglichkeiten seiner vier Garstufen ausspielen.
Über die Dauer von Druckaufbau und -abbau wurde im vorliegenden Schnellkochtopf Test keine Aussage getroffen. Als Manko werden der stockende Dampfdruckregler und das Fehlen eines Timers angegeben.

Außerdem erwähnenswert sind der Fissler vitavit comfort mit ca. 110 − 220 € und der Silit sicomatic, der im ähnlichen Preissegment angesiedelt ist. Beides sind solide Ausführungen, bieten einfache Handhabung ohne viele Schnörkel, aber auch ohne speziellen Komfort. Sie sind jeweils für alle Herdarten geeignet.

Fazit

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich einen Schnellkochtopf zuzulegen, sind unter anderem die Aspekte, unter denen solche Geräte auch in einem Schnellkochtopf Test betrachtet werden. Klären Sie vorab ebenfalls, ob Sie alle technischen Finessen, die denkbar sind, benötigen. Auch hier hat Qualität ihren Preis! Wozu möchten Sie Ihren Dampfgarer in erster Linie oder ausschließlich benutzen? Meist ist ein Topf mittlerer Größe die richtige Wahl, wenn es darum geht, Portionen von Gemüse, Fleisch, Kartoffeln und anderem in entsprechenden Größen zuzubereiten. Mögen Sie eher Schmorgerichte darin zubereiten, empfiehlt sich ein kleineres, flaches Kochgerät. Umgekehrt muss es für größere Mengen wie beispielsweise einige Liter Eintopf ein Gefäß sein, das mehrere Liter fasst und verarbeiten kann.

Heutige Vergleiche im Schnellkochtopf Test zeigen, dass Koch und Köchin bei einem Kauf, egal welcher Marke, kaum etwas falsch machen können. Lediglich der Komfort, den man sich selbst spendieren mag, macht einen Unterschied.